Makellose Ausdrucke: So beseitigen Sie Streifen, Flecken und Schlieren
Ein unsauberes Druckbild ist nicht nur ärgerlich, sondern wirkt bei Geschäftsdokumenten unprofessionell. Die gute Nachricht: Meist ist kein teurer Techniker nötig. Ob vertikale Linien, graue Schleier oder punktuelle Flecken – fast immer ist eine Verschmutzung an der Bildeinheit oder dem Druckkopf schuld.
Fehleranalyse: Was verrät Ihnen das Druckbild?
Bevor Sie reinigen, müssen wir das Problem lokalisieren: * Vertikale weiße Streifen (Laser): Meist ist die Tonerkartusche fast leer oder das Pulver ungleichmäßig verteilt. * Vertikale schwarze Linien (Laser): Ein Kratzer auf der Bildtrommel (OPC) oder ein verschmutzter Koronadraht. * Regelmäßige Flecken (Laser): Wenn sich Flecken in immer gleichem Abstand wiederholen, ist eine Walze beschädigt. Berechnen Sie den Abstand: Er entspricht dem Umfang der defekten Walze (oft die Trommel). * Horizontale Streifen (Tinte): Verstopfte Düsen oder Luft im System.
Wartungsschritte für Laserdrucker
- Toner schwenken: Nehmen Sie die Kartusche heraus und schwenken Sie diese 5–10 Mal vorsichtig horizontal. Das lockert das Pulver und beseitigt helle Streifen.
- Koronadraht reinigen: Viele Brother-Drucker haben einen grünen Schieber an der Trommeleinheit. Bewegen Sie diesen mehrmals hin und her, um Staub zu entfernen. Wichtig: Den Schieber unbedingt in die Ausgangsposition zurückbringen!
- Trommel-Check: Untersuchen Sie die glänzende Walze auf Tonerflecken. Reinigen Sie diese niemals mit scharfen Gegenständen. Ein trockenes Wattestäbchen reicht meist aus.
Wartungsschritte für Tintenstrahldrucker
- Software-Reinigung: Starten Sie über das Menü
Wartungdie „Düsenreinigung“. Wiederholen Sie dies maximal 3 Mal, da dabei viel Tinte verbraucht wird. - Intensivreinigung: Falls einfache Reinigung nicht hilft, bieten viele Modelle (Epson/Canon) eine Power-Reinigung an. Achtung: Der Resttintenbehälter füllt sich dabei schnell.
- Manueller Druckkopf-Check: Bei Geräten mit entnehmbaren Patronen (z. B. HP 301/304) können Sie die Düsenplatte vorsichtig auf ein feuchtes Küchentuch tupfen. Erscheinen drei klare Farbstriche, ist der Kopf frei.
Präventions-Checkliste für die Zukunft
- Drucker nie per Steckerleiste ausschalten: Nur so kann der Drucker den Parkmodus für den Druckkopf korrekt beenden (verhindert Eintrocknen).
- Hochwertiges Papier nutzen: Billiges Papier staubt stärker, was die Laser-Optik und Einzugswalzen verschmutzt.
- Regelmäßig drucken: Mindestens einmal pro Woche eine Testseite in Farbe, um das Eintrocknen der Tinte zu verhindern.
Companas Experten-Tipp: Wenn Ihr Laserdrucker graue Hintergründe druckt, ist oft der Resttonerbehälter voll oder die Abstreifklinge (Wiper Blade) der Trommel verschlissen. In diesem Fall hilft nur ein Austausch der betroffenen Einheit.


