Ausschalten oder Standby? So sparen Sie Strom ohne Verbrauchsmaterial zu verschwenden
Aus ökologischer Sicht scheint es logisch: Gerät nicht in Benutzung – Stecker raus. Doch beim Drucker kann dieses Verhalten das Gegenteil bewirken. In diesem Guide analysieren wir die Stromkosten im Vergleich zu den versteckten Reinigungskosten.
1. Die Stromkosten-Rechnung
Ein moderner Drucker (Energy Star zertifiziert) verbraucht im Deep-Sleep-Modus zwischen 0,5 und 3 Watt. * Kalkulation: 3 Watt rund um die Uhr verursachen jährliche Kosten von ca. 8 bis 10 Euro. Ein Tintenstrahler liegt oft sogar nur bei 2 bis 3 Euro pro Jahr.
2. Das Problem der „harten" Trennung vom Netz
Wenn Sie einen Drucker über eine schaltbare Steckerleiste komplett stromlos machen, passiert beim Wiedereinschalten Folgendes: * Tintenstrahler: Der Drucker geht davon aus, dass er lange stand. Er startet einen Intensiv-Reinigungszyklus, um die Düsen zu spülen. Dabei wird Tinte im Wert von ca. 50 Cent bis 1 Euro direkt in den Resttintenbehälter gepumpt. * Laserdrucker: Die Fixiereinheit muss von Raumtemperatur auf 200 °C aufgeheizt werden. Dieser „Kaltstart" verbraucht kurzzeitig extrem viel Strom (bis zu 1.000 Watt Peak). Im Standby wird die Einheit oft auf einer Basistemperatur gehalten, was den Kaltstart-Verschleiß mindert.
3. Verschleiß und Lebensdauer
Ständiges Aus- und Einschalten belastet die Kondensatoren auf dem Mainboard und die Mechanik des Druckkopfschlittens. Drucker sind für den dauerhaften Standby-Betrieb konstruiert.
Checkliste: Energie-Management im Büro
- Auto-Off Timer: Stellen Sie im Menü ein, dass der Drucker nach 5 oder 10 Minuten in den Schlafmodus wechselt.
- Display-Dimming: Reduzieren Sie die Helligkeit des Touchscreens.
- Firmware: Halten Sie die Software aktuell, da Hersteller oft die Energiespar-Algorithmen optimieren.
- Nachtruhe: Nur wenn Sie den Drucker länger als 3 Tage nicht nutzen (z. B. Wochenende/Urlaub), lohnt sich das komplette Ausschalten.
Compana Experten Tipp: Trennen Sie einen Tintenstrahldrucker niemals während eines Druckvorgangs oder unmittelbar danach hart vom Netz. Der Druckkopf muss erst in seine „Parkposition" fahren, wo er luftdicht versiegelt wird. Geschieht dies nicht, trocknen die Düsen innerhalb weniger Stunden irreversibel ein.


